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Weinwelt
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Wer trinken will den Wein,
Der sitze nicht allein,
Der Wein hat keine Kräfte
Bei einsamem Geschäfte.

Der Teich, das Meer sich freut
Ob seiner Einsamkeit:
Nicht lernte diese Tugend
Der Wein in seiner Jugend.

Es ragen im Verband
Die Berge in das Land
Und drauf die grünen Reben
Führen ein gesellig Leben.

 Und an der Rebe hängt
Dicht Traube an Traube gedrängt,
Und jede Traube im Kleinen
Ein Völkchen will erscheinen.

So, was den Wein erschafft,
Lebt schon in Brüderschaft;
Ihn endlich zu gebären,
Vereint die Säfte gähren.

Das ist dem Wein geblieben,
Die Nachbarschaft zu lieben,
Drum, stellt ihr ihn allein,
Macht’s euch und ihm nur Pein.

Viel Fässer in den Kellern,
Viel Gläser vor den Tellern,
Viel Herzen rings im Bund,
Das macht den Wein gesund.

– Gustav Theodor Fechner –